Mittwoch, 21. Juni 2017

Ninh Binh 20. - 21.06.



Tag 262: Bus von Luang Prabang nach Ninh Binh

Per Nachtbus fuhren wir von Luang Prabang Richtung Vietnam. Die Grenze erreichten wir um kurz vor 6, dumm nur dass die Grenze erst um 7 aufmacht. War für die Busfahrer, die die Strecke jeden Tag fahren, sicher eine riesen Überraschung war. 

Zwischen den Grenzposten im Niemandsland gibt es einen Markt

Insgesamt brauchten wir fast 3 Stunden über die Grenze und damit so lange wie noch nie. Aber dann gings weiter und nach 23 Stunden hatten wir endlich Ninh Binh erreicht.
Hier bezogen wir nur noch unsere Unterkunft in Tam Coc und das wars für heute.

Tag 263: Die trockene Halongbucht

Die Gegend um Ninh Binh wird auch als trockene Halongbucht bezeichnet, da die Karstfelsen, die hier überall aus der Landschaft ragen an die Halongbucht erinnern. Wie immer mieteten wir uns einen Roller und fuhren zur Bich Dong Pagode. Dieser Tempel ist in ein kleines Höhlensystem hineingearbeitet, war aber nicht so schön. Aber wir kletterten einfach weiter und von ganz oben hatten wir eine coole Aussicht über die Reisfelder.

Ausblick vom Berg über der Bich Dong Pagode

Durch die Karstfelsen fließen auch einige Flüsse, die wir mit dem Boot erkundeten. Es war echt super spektakulär mit dem kleinen Schiffchen an diesen riesigen senkrechten Felswänden vorbei zu fahren.

Mit dem Ruderboot durch die trockene Halongbucht
Spektakuläre Landschaft
Wir waren nicht die Einzigen, aber das hat nicht gestört

Und zwischendrin floss der Fluss sogar in Tunneln durch die Felsen hindurch. Mega cool.

Der Fluss fließt in einem Tunnel unter den Bergen durch

Die Rudertechnik der Bootsführer war total abgefahren. Sie ruderten mit den Füßen und benutzen die Arme gar nicht. So was hatten wir auch noch nie gesehen.

Seltsame Rudertechnik - mit den Füßen
Im Ruderboot

Als nächstes bestiegen wir einen Aussichtspunkt mit über 500! Stufen, um uns die Gegend von oben anzuschauen. Man konnte sogar die kleinen Boote auf dem Fluss sehen.

Wahnsinns Ausblick über die Karstlandschaft
Bei so einer Aussicht kann man nur strahlen

Zum Glück gab es daneben eine Quelle in einer Höhle, damit ich mich nach der Kletterei abkühlen konnte.

Eine Abkühlung war genau das Richtige

Mit dem Roller ging es weiter durch diese wunderschöne Landschaft. Überall ragen steile Felswände aus der Landschaft. Ziemlich cool.

Überall ragen schroffe Felswände aus der Landschaft
Felslandschaft in Ninh Binh
Ein paar Wasserbüffel entkommen der Hitze

Dabei trafen wir zwei Engländer, denen das Benzin ausgegangen war. Also holten wir denen noch etwas Benzin von der nächsten Tanke und dann ging‘s weiter zur Bai Dinh Pagode. Dieser riesige Turm ist noch relativ neu und überragt die ganze Gegend.

Die Bai Dinh Pagode

Zum Abschluss genossen wir noch den Sonnenuntergang zwischen den Karstfelsen.

Abenddämmerung in Ninh Binh

Dienstag, 20. Juni 2017

Luang Prabang, 16. - 19.06.



Tag 258: Altstadt von Luang Prabang

Von Nong Khiaw nach Luang Prabang war es nur ein Katzensprung (2,5h), sodass wir noch den halben Tag zur Verfügung hatten. Den nutzten wir, indem wir die Altstadt Luang Prabangs auszukundschafteten. Diese Stadt hat wirklich einen sehr schön erhaltenen Stadtkern mit vielen Häusern aus der Kolonialzeit, jede Menge Tempel und sehr viel Flair. Es hat sehr viel Spaß gemacht durch die Stadt zu schlendern.

Die Hauptstraße in Luang Prabang
Viele schöne alte Häuser
Einer von dutzenden Tempeln in Luang Prabang

Am Abend bestiegen wir den Mount Phousi in der Mitte der Stadt, von dem aus wir einen schönen Ausblick über das Umland hatten.

Die Umgebung von Luang Prabang

Die Spitze der Welt - oder so...

Wir hatten sogar Glück und konnten den ersten richtigen Sonnenuntergang seit langer Zeit anschauen.
Sonnenuntergang über dem Mekhong
Am Abend schlenderten wir noch über den bekannten Nachtmarkt von Luang Prabang, wo aller möglicher Krimskrams und Souvenirs, aber auch coole Handarbeiten verkauft werden. Außerdem gibt es auch eine kleine Esssensstraße, wo wir zu Abend aßen.

Auf dem Nachtmarkt gibt es alles Mögliche zu kaufen
Buffet auf dem Nachtmarkt - sieht besser aus als es schmeckt


Tag 259: Wat Xieng Thong und Königspalast

Luang Prabang ist bekannt für seine unzähligen Tempel und der berühmteste von denen ist der Wat Xieng Thong. 1561 errichtet hat dieser Tempel als einziger alle Plünderungen und Brände der Stadt unbeschadet überstanden und steht noch genauso dar wie vor 400 Jahren. Typisch für Laotische Tempel sind die mehrfach gestaffelten, sehr tiefen Dächer, die auch diesen Tempel auszeichnen.

Vor dem Wat Xieng Thong

Zusammen mit den Mönchen

Anschließend besuchten wir den Königspalast, den der damalige König kurz nach seiner Thronbesteigung in den 60er Jahren renovieren ließ. Dummerweise musste er schon 1975 abdanken und konnte seinen neuen Palast nur wenige Jahre genießen. Es blieb nichtmal Zeit für eine Krönungszeremonie. Auf dem Palastgelände steht auch der Haw  Pha Bang, der den Prabang Buddha beherbergt. Dieser Buddha gibt der Stadt seinen Namen.

Im Haw Pha Bang steht der Prabang Buddha

Diesmal schauten wir uns den Sonnenuntergang direkt am Flussufer des Mekhong und in aller Ruhe an.

Fischer auf dem Mekhong
Sonnenuntergang


Tag 260: Kuang Si Waterfall

Wir quälten uns im Morgengrauen aus dem Bett, um einer ganz besonderen Zeremonie beizuwohnen. Jeden Tag in der Dämmerung ziehen die Mönche der vielen Klöster durch die Straßen, um Almosen einzusammeln. Überall am Straßenrand sitzen Menschen und warten, dass die Mönche in ihren langen orangenen Gewändern vorbeikommen und sie ihnen etwas Sticky Rice geben können.

Das Almosengeben ist eine tägliche Zeremonie

Neben seiner schönen Altstadt und den vielen Tempeln ist Luang Prabang vor allem für den Kuang Si Wasserfall bekannt. Per Roller ging es zu diesem 30km entfernten Naturwunder. Und tatsächlich war der Wasserfall mega cool. Über 30m stürzt hier der Fluss den Berg hinab. Dabei sieht das Wasser unglaublich seidig aus, weil es sich so fein aufgliedert.

Der Kuang Si Wasserfall ist wunderschön

Nach dem Wasserfall fließt der Fluss in dutzenden Kaskaden weiter ins Tal hinab. In einigen der Becken kann man wunderschön baden und wir hatten heute wiedermal richtig Glück mit dem Wetter. Einfach traumhaft.

Baden in den Kaskaden

Badenixe im Wasserfall

Nach dem Wasserfall entschieden wir uns einfach noch ein bisschen die Umgebung mit dem Roller zu erkunden und fanden noch wirklich schöne Natur rund um Luang Prabang. Und vor allem ohne Touristen.

Reisfelder um Luang Prabang

Abseits der Touristenpfade gibt es einsame Natur


Tag 261: Lao Massage

Wir hatten schon alles gesehen was wir in LP sehen wollten und so nutzten wir den Tag um einige organisatorische Dinge zu erledigen. Am Nachmittag verließen wir unser Hotel und gönnten uns eine super entspannende Ölmassage beim Roten Kreuz. Das sollten sie in Deutschland auch mal anbieten, v.a. zu dem Preis.
Und dann mussten wir auch schon zum Busbahnhof, denn unser Bus nach Ninh Binh in Vietnam ging bald.

Somit war’s das endgültig mit Laos. Uns hat dieses Land mit seiner einfachen Ursprünglichkeit und unberührten Natur sehr gut gefallen. Es ist zwar nicht immer einfach hier zu reisen, aber das macht es ja gerade so spannend. Dass das Land nicht für Besuchermassen ausgelegt ist und es daher auch nur wenige Touristen gibt, die Leute also auch nicht so an die reichen Europäer gewöhnt sind und einen daher nicht die ganze Zeit abzocken wollen (man muss trotzdem aufpassen). Und jetzt kommen schon die letzten 2 Wochen unserer Reise, einfach unglaublich wie schnell die Zeit vergeht.

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